OSC BREMERHAVEN - TRIATHLON

Olympischer Sport-Club Bremerhaven v. 1972 e.V.

Challenge Roth 2019

Dieses Jahr reisten 7 OSC´ler Anfang Juli ins Mekka des Triathlons, nach Roth: die alten "Langdistanzhasen" Swantje, Frank und Sören sowie ich als Rookie; und die Staffelteilnehmer Claudia, Konstantin und Merle. Außerdem begleitete uns noch ein großer Tross von Supportern.

Da ich im Vorfeld nur Gutes über diese weltgrößte Triathlonveranstaltung gehört hatte, waren meine Erwartungen entsprechend hoch, und –vorweg gesagt- sind noch übertroffen worden.

Die Tage vor dem Großereignis vergingen wie im Flug mit Anmeldung, Messebesuch, Kleiderbeutel packen und abgeben, Wettkampfbesprechung, Bike check in, und, und, und… Alles ist in Roth eine Nummer größer als gewohnt: es gibt nicht eine, sondern viele Wettkampfbesprechungen, dazu noch in mehreren Sprachen; die Nudelparty ist so groß, dass du dich verlaufen kannst; es gibt nicht eine, sondern zwei Wechselzonen. Die Stimmung ist sehr locker und kameradschaftlich, die Leute sind hilfsbereit, einfach zum Wohlfühlen. Als am Vortag der Challenge verkündet wurde, dass die Amateure im Gegensatz zu den Profis mit Neo schwimmen dürfen, sah man nur noch strahlende Gesichter.

Das Wetter spielte auch mit: ca. 22°C Außentemperatur und nicht allzu windig; der leichte Nieselregen am frühen Morgen setzte auch schnell aus.

Wir starteten getrennt in verschiedenen Gruppen in der Reihenfolge Swantje , Sören, Frank und ich im Main-Donau Kanal. Claudia war als Staffelschwimmerin erst eine Stunde später an der Reihe. Das Schwimmen lief bei allen recht gut – kein Hauen und Treten; Orientierungsprobleme gab es im Kanal natürlich auch nicht. Kaum zu glauben, dass sich 3800m so kurz anfühlen.

Weiter auf dem Rad: die Steigungen waren nicht so steil wie befürchtet, selbst der sagenumwobene Berg in Greding war schnell erklommen. Nur bei einer Abfahrt wurde mir etwas mulmig, als bei Tempo 71,9 km/h eine recht scharfe –mit Strohballen ausgelegte- Kurve auftauchte. Die frenetisch anfeuernde Menschenmenge am Solarer Berg konnte ich genießen. Nach der Biermeile – nochmal das Ganze. Jetzt, in der zweiten Runde, ist die Strecke bekannt und die Anstiege und Abfahrten besser anzugehen. Bei Kilometer 130 fährt ein Wettkampfrichter auf dem Motorrad neben mich und zeigt mir die blaue Karte wegen angeblichen Windschattenfahrens. Ich bin mir keiner Schuld bewusst, doch alles Diskutieren hilft nicht und muss für 5 Minuten in die nächste Strafbox. Ärgerlich ist, dass ich auf der Laufstrecke einen extra Kilometer laufen muss – als ob ein Marathon nicht reicht.

In Wechselzone 2 wird einem das Fahrrad abgenommen, der Beutel angereicht und man bekommt jegliche Unterstützung, was wirklich gut tut. Aus dem Zelt heraus hörst du deinen Namen rufen: das Supporterteam steht dort und feuert dich an; das gibt zusätzlichen Antrieb. Die Schirmmütze tief ins Gesicht gezogen, suche ich meinen Rhythmus und bremse mich. Dann laufe ich meinen Strafkilometer, es herrscht dort reger Betrieb; wir Läufer grinsen uns an. Alle 2,5 Kilometer tauchen die Verpflegungsstationen auf, ich wechsle die Schwämme und laufe meinen Rhythmus. Ab und an überholt dich ein schneller Staffelläufer, aber meist überhole ich selber. Das Gefühl ist gut, nur nicht überzocken. Auf dem Marktplatz in Roth feuert das Supporterteam wieder an und Nils versorgt mich mit Renninfos. Die Steigung nach Büchenbach laufe ich auch durch, viele Athleten gehen jetzt. In Büchenbach ruft ein Junge im tiefsten Fränkisch: Stephan, du Maschine!! Ich muss lachen. Wieder in Roth, kurz vor dem Ziel, hole ich Frank ein und schlage ihm vor, zusammen ins Ziel zu laufen, aber er winkt ab – er hatte leider einen Einbruch. Den Zieleinlauf genieße ich ganz bewusst, von allen Seiten schallt Jubel, und dann bin ich im Ziel, die Medaille wird mir umgehängt und ich bin gar nicht erschöpft, die Endorphine strömen. Frank läuft kurz nach mir ein und wir genehmigen uns ein Erdinger; dann treffen wir Sören, der auch ein gutes Rennen hinter sich gebracht hat. Auch Swantje hatte keine großen Probleme. Die Staffel lief zu dritt über die Ziellinie. Merle hatte Ihren ersten Marathon in einer beachtlichen Zeit absolviert und bekam von ihrem Vater die Finisher Medaille umgehängt.

Abends auf der Finisher Party herrschte eine tolle Stimmung, während immer wieder Athleten einlaufen, wird auf der Tribüne gefeiert. Das Feuerwerk war dann der krönende Abschluß dieses langen Tages.

 

Stephan Gertken

 

Ergebnisse

Frauen
Platz  Platz AK       Name        Swim     T1    Rad      T2    Lauf     Gesamt
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 332.  47. (W45) Steudte, Swantje 1:36:03  4:31  6:56:39  1:50  4:28:15  13:07:16

 

Männer
Platz  Platz AK       Name        Swim     T1    Rad      T2    Lauf     Gesamt
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1326.  38. (M55) Gertken, Stephan 1:06:46  5:06  5:49:30  3:32  4:11:37  11:16:29
1544.  51. (M55) Gaida, Frank     1:11:52  3:49  5:48:16  5:17  4:27:21  11:36:33
1943. 380. (M45) Staschen, Sören  1:08:30  5:10  5:31:24  6:20  5:22:15  12:13:37

 

Staffel
Platz  Name              Swim      Rad       Lauf       Gesamt
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 248.  OSC Bremerhaven   1:28:18   5:47:54   4:41:17    12:01:16
       Barg, Claudia / Nagorny, Konstantin / Staschen, Merle

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