OSC BREMERHAVEN - TRIATHLON

Olympischer Sport-Club Bremerhaven v. 1972 e.V.

"Oida" - Ironman Austria Klagenfurt 2017

"Oida" ist neu k├Ąrntnerische Umgangssprache und hei├čt so viel wie bei uns "Alter"! Uns ist dieses Wort zum ersten Mal am Samstag auf der Wettkampfbesprechung begegnet. Die typisch ├Âsterreichisch war, charmant und witzig.

Die Besichtigung eines Teils der Radstrecke am Vortag war allerdings nicht ganz so witzig. Besonders der Rupertiberg, den es zweimal zu bezwingend galt, ist ein fieses kleines Schei├čding. Die Radstrecke ein st├Ąndiges auf und ab, so das sie insgesamt 1800 H├Âhenmeter aufweist. Nicht dramatisch, aber doch deutlich mehr als z.B. Roth oder Frankfurt.

Trotzdem sind Swantje und ich die Sache sehr entspannt angegangen, schlie├člich wollten wir eigentlich nur Spa├č haben, unsere Bestes geben und finischen. Andreas den wir Freitag Abend noch trafen wollte noch nicht mal das. Er hatte nicht gut trainiert und war nicht richtig fit.

Der Ironman Austria erschien uns fast noch gr├Â├čer als der in in Frankfurt. 3600 Starter, riesige Expo, tolles Stadion und Wettkampfgel├Ąnde. Eine sehr attraktive Strecke! Das Schwimmen im W├Ârtersee ein echtes "Schmankerl". Besonders zu erw├Ąhnen der Kanal und der Ausstieg, bei dem man durch die Katakomben eines Hotels l├Ąuft. Die Radstrecke geht zum Teil am See entlang oder offenbart einen sch├Ânen Blick auf die Karawanken. Selbst die Laufstrecke stand dem in nichts nach. Zuerst am Seeufer entlang und dann nach Klagenfurt rein. Lediglich die Stimmung an der Strecke kann nicht mit Frankfurt und schon gar nicht mit Roth mithalten.

Schlie├člich war es soweit, Sonntag morgen 4h der Wecker klingelt. Ich hasse es! Es ist recht k├╝hl und f├╝r den Tag sind ca. 22 Grad angesagt. Optimal! Nochmal kurz zum Bike und dann ab zum Strandbad. Der "Rolling Start" ist v├Âllig neu f├╝r uns, aber total klasse. Das hauen und stechen entf├Ąllt. Im 22,5 Grad warmen glasklarem Wasser schwimmen wir stressfrei zur riesigen Wechselzone. Wechselbeutel suchen, umziehen, Neo verstauen und ab zum Rad.

Auf der Radstrecke dann dachten wir was ist den hier los. Die ersten 20-30 km ein reines Drafting Rennen, erst nach den ersten Anstiegen zog sich das Feld auseinander. Kein Wunder bei 3600 Athleten. Die Kampfrichter waren auf den ersten 20 km auch v├Âllig machtlos. Wem soll man da die Karte zeigen, und wo h├Ątte derjenige auch hinfahren sollen. Danach aber griffen sie hart durch, die PenaltyBoxen f├╝llten sich. Die Radstrecke fuhr sich fl├╝ssiger als gedacht, schlie├člich gab es nach den Anstiegen meistens lange " Rollerpassagen", insbesondere die letzten 20 km bis zur Wechselzone. Gut f├╝r uns, schlie├člich konnten wir uns so ganz gut das Laktat aus den Beinen fahren.
Bike abstellen, Beutel suchen, Helm ab, Laufschuhe an und Uhr anlegen.
Uhr? Uhrzeit? 13:50 h wow! K├Ânnte doch eine ganz gute Zeit werden. Mal sehen, der Marathon ist ja noch lang. Jetzt hei├čt es wie immer einen Rythmus finden und nicht ├╝berpacen.
Die Bedingungen sind ideal, es ist bew├Âlkt, 20 Grad und ab und zu fallen ein paar Tropfen. Auch die Strecke ist f├╝r den Kopf gut zu laufen, man kann sie sich in 4 Zehner Runden einteilen. Andreas ├╝berholt mich. Wir laufen ein St├╝ck zusammen und ich glaube ich konnte ihn ein wenig motivieren. Dann der sch├Ânste Moment (wie in jedem Wettkampf) ich treffe Swantje. Es geht ihr gut, sie l├Ąchelt (wie immer!). Das motiviert uns beide nat├╝rlich zus├Ątzlich.Mich scheinbar besonders, ich habe noch einen langen Schritt und sp├╝re keine M├╝digkeit. Langsam realisiere ich, das wenn ich jetzt durchziehe ich die Chance habe unter 11 Stunden zu bleiben. Ich habe nur die Uhrzeit, keine gestoppte Zeit und ich wei├č wegen des Rolling Start's nicht exakt wann ich gestartet bin. Also gebe ich jetzt alles, es geht vielleicht um Sekunden. Dann die grandios Zielanlage. Ich bin im Ziel. Aber welche Zeit? Keine Ahnung! Ich konnte es auf der Anzeige nicht mehr sehen. Egal, ich mu├č erstmal zu mir kommen und habe mein Bestes gegeben.
Im Zielbereich treffe ich Andreas und ich denke er freut sich das er es durchgezogen hat.
Erst Minuten sp├Ąter erfahre ich von Anke per WhatsApp meine Zeit. 10:58h. Wow! Wir haben richtig tolle Freunde, sie haben uns den ganzen Tag ├╝ber verfolgt. Mit deren Hilfe war ich nun gut informiert wo Swantje gerade ist. Sie mu├č k├Ąmpfen, erreicht aber wie immer mit strahlendem L├Ącheln das Ziel. 13:15 h! Keine Bestzeit aber trotzdem richtig gut!
Nachdem wir uns geduscht und die Bikes ausgecheckt haben gehen wir nochmal zur Finishparty. Wir erleben eine wundervolle Stimmung denn bis 24h werden alle Athleten frenetisch angefeuert. Wir tanzen auf der Trib├╝ne sind happy und Stolz auf uns und unsere Freunde. Obwohl sie nicht mit nach Klagenfurt kommen konnten, waren sie doch immer bei uns. Wie geil ist das denn? Danke ihr Lieben!

 

Frank Gaida

Pl.AK Name              Schwim   T1    Bike     T2    Run      Gesamt
-----------------------------------------------------------------------
12.   Gaida, Frank      1:07:43  6:18  5:29:04  5:01  4:10:14  10:58:20  
32.   Steudte, Swantje  1:37:58  6:19  6:51:20  3:27  4:36:16  13:15:20  

 
letzte Änderung: 17.07.2017
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