OSC BREMERHAVEN - TRIATHLON

Olympischer Sport-Club Bremerhaven v. 1972 e.V.

Speed is Sex, but Distanz is Love

Challenge Roth, Deutsche Meisterschaften Langdistanz 3,8/180/42,2


Insgesamt 8 Athleten vom OSC haben sich in diesem Jahr der Herausforderung "Ironman" gestellt und sind zur Challenge nach Roth gereist. Iris, Swantje , Mirco, Frank , J├Ârg, Dirk und S├Âren au├čerdem noch Kristina als Staffelschwimmerin.

Dazu war noch ein geniales Supporterteam bestehend aus, Claudia, Marco, Nils, Marcus und Monika, plus den ├ťberraschungsg├Ąsten "Eisenkalle" und Jutta sowie Sassi mit Thomas, vor Ort.

Alle Teilnehmer waren nun hei├č auf diesen Wettkampf, schlie├člich dauerte die Vorbereitung fast ein Jahr. Mit jedoch unterschiedlichsten Gef├╝hlen und Erwartungen. Teilweise angeschlagen, sehr ambitioniert oder einfach nur locker. Auf jeden Fall steht man voller Ehrfurcht vor dieser Herausforderung, so viel kann an diesem Tag passieren da nicht alles planbar ist.

ROTH = Triathlon
Nirgends auf der Welt gibt es seine solche Atmosph├Ąre. In den Tagen vor den Start konnte man auf dem Wettkampfgel├Ąnde Triathlon quasi Atmen. Auf der Pastaparty und der Wettkampfbesprechung bekommt man eine G├Ąnsehaut! Alles ist irgendwie anders, noch intensiver. Unbeschreiblich, am besten selbst erleben!

Der Wettkampf.
Nahezu ideale Bedingungen , ca. 26 Grad, sonnig, leichter Wind aus Nord, Wasser ca. 21,5 Grad, so der Forecast.

6:30h der erste Startschuss. Die Profis! Das Herz schl├Ągt bis zum Hals, schnell nochmal zum Dixi! Challenge, das bedeutet faire Wellenstarts. Wir starten in der Reihenfolge Mirco, dann Iris und Swantje, S├Âren, J├Ârg, Frank und schlie├člich Dirk. Jeder ist nun auf sich allein gestellt, am l├Ąngsten und h├Ąrtesten Tag des Jahres. Jetzt werden unendliche viele Trainingsstunden auf die Strecke gebracht. Zuletzt startet dann noch Kristina f├╝r ihre Staffel.

3,8 km schwimmen im Kanal, von Br├╝cke zu Br├╝cke! Verdammt, ganz sch├Ân weit, man kann kaum von einer Br├╝cke zur anderen sehen. Ca. 60 bis 90 Minuten, Armschlag um Armschlag. Doch die Zeit ist jetzt relativ, pl├Âtzlich ist man schon da. Wo? In einer unglaublichen Stimmung. Motivation pur! Ruhe bewahren, Beutel suchen. Alles wurde  schon w├Ąhrend des Schwimmens durchgespielt. Die ├╝blichen Handgriffe bis hin zum  Rad aufnehmen.

180 km Radfahren. Ryhtmus finden, keep cool, blo├č nicht hinrei├čen lassen. Der fl├╝ssige Kurs in Roth f├Ąngt recht human an . Es geht leicht bergab, ideal. Die ersten leichten Steigungen, kein Problem. Es wird w├Ąrmer , es wird hei├č, man merkt es an den Steigungen. Mit Vollgas geht es Richtung Greding. Linkskurve, pl├Âtzlich die Wand, laute Musik, viele Menschen. Kette links und hoch stampfen. Geht doch:-), jetzt wieder fl├╝ssig Richtung Solarer Berg. Alp de Huez ist nichts dagegen, man f├Ąhrt in eine Wand aus Menschen. Wo ist der Berg? Tausende tragen ein r├╝ber und schon ist man oben. Geiiiiiiillll ! Wir sind die Gr├Â├čten, wir sind Helden. Zumindest f├╝hlt es sich so an. Ern├╝chterung! Verdammt hei├č wird es, immer sch├Ân k├╝hlen. Da stehen die Freunde und schicken uns lautstark in die zweite Runde. Der Wind nimmt nun doch etwas zu. Es wird h├Ąrter! Beim zweiten mal ist alles anstrengender. Doch endlich kommt die Wechselzone 2 in Reichweite.  Jetzt nur noch kleine G├Ąnge fahren und das Lactat aus den Beinen bekommen. Wenn m├Âglich auch noch etwas dehnen auf dem Rad. Schon ist man da, und wieder hat man alle Handgriffe vorgedacht. Aber was in der Wechselzone passiert gibt es nur in Roth. Unglaublich motivierte Helfer! Sie nehmen das Rad, reichen dir den Beutel, helfen dir beim anziehen und cremen dich sogar ein. Am liebsten w├╝rde man bleiben! Trotzdem, keine Zeit verlieren und auf die Laufstrecke.

42,2 km Rundkurs. Meistens gerade aus, meistens am Kanal, meistens in der prallen Sonne. Mental nicht gerade einfach. Wieder mu├č ein Rythmus gefunden werden. Blo├č nicht ├╝berzocken. Wo ist der Fahrtwind? Ich glaube ich platze, Wasser! Erste Kr├Ąmpfe werden einfach weggelaufen. Runter zum L├Ąndle. Hier steht die Luft und die Massen. Unser Support Team puscht uns, sch├Ân sie zu sehen. Ab jetzt ist der Blick aber fokussiert. Konzentration auf K├╝hlung, Trinken und Puls. Ewig weit ist es bis zum ersten Wendepunkt. Wo sind die Anderen? Wie geht es ihnen?
Einer nach dem Anderen taucht auf. Riesen Freude, da ist Swantje. Juchhuuu! Erste Gedanken man k├Ânnte es schaffen, man wird es schaffen! Doch jetzt kommen auch die Kriesen und der zweite Wendepunkt. Fies, in der prallen Sonne leicht bergauf. Mann kann keine Gele, Isodrinks oder Cola mehr sehen, alleine der Gedanke daran bringt einen zum W├╝rgen. Aber man braucht das Zeug, sonst bleibt man einfach stehen. Schei├č Hitze, zur├╝ck zum Kanal da war eine Passage mit Schatten und leichter Briese. Gewissheit! Ich schaffe es! Jetzt mal ein vorsichtiger Blick auf die Uhr. Erste Gedanken die ├╝ber das Finish heraus gehen. Die Zeit r├╝ckt nun in den Focus. Die Bestzeit wird real. Nochmal durchs L├Ąndle, dann hoch nach Roth gestampft, ├╝ber den Marktplatz und zur├╝ck zum Stadion. Hinein in den Hexenkessel. G├Ąnsehaut , Tr├Ąnen, Erleichterung, Freude, M├╝digkeit. Da sind alle unsere Freunde wieder, ihr seit Weltklasse! Danke! Wenn ich im Ziel bin lass ich mich einfach fallen, alles ist egal. FINISH!!

Jetzt erstmal ein Weizen und ab zu den Freunden ins Stadion und mit ihnen gemeinsam auf die anderen warten. Mirco ist schon lange da. Dann kommt J├Ârg gezeichnet vom Marathon. Iris, wie immer ziemlich locker. Wo, ist S├Âren? Ausgestiegen bei km 32, Schwindelanf├Ąlle. Jetzt kommt unser Rookie Dirk mit schmerzverzerrten Gesicht . Ab km 5 nur noch humpelnd. Du Tier, Respekt! Und schlie├člich Swantje, l├Ąchelnd, platt und wie immer in neuer Bestzeit.

Unsere Support Team checkt sogar unsere R├Ąder aus, w├Ąhrend wir versuchen unsere Speicher wieder zu f├╝llen. Gemeinsam genie├čen wir dann diese einmalige Atmosph├Ąre im Stadion. Jeder wird frenetisch ins Ziel gepuscht. Caroline Steffen meint sp├Ąter sogar, da├č sie n├Ąchstes Jahr lieber ein paar Stunden sp├Ąter finisht um diese Erlebnis auch zu gekommen. Dann das gro├če Feuerwerk, das gibt uns den Rest. Ein unvergesslicher Tag.

Und wie man lesen kann, ziemlich emotional. Eben Roth.

Frank Gaida

 

Ergebnisse

Frauen

Platz   Platz-AK   Name                  Schwim   T1    Bike     T2    Run      Gesamt
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 216.   32. (W45)  Burghardt, Iris       1:34:11  5:59  6:02:26  4:28  4:31:34  12:18:35 
 296.   55. (W40)  Steudte, Swantje      1:33:43  7:37  6:33:01  8:34  4:41:09  13:04:01 
 

M├Ąnner

Platz   Platz-AK   Name                  Schwim   T1    Bike     T2    Run      Gesamt
----------------------------------------------------------------------------------------
 276.   63. (M40)  Str├╝ber, Mirco        1:04:29  2:44  5:04:03  1:57  3:38:37   9:51:48
1108.   61. (M50)  Gaida, Frank          1:09:04  2:34  5:31:44  3:37  4:17:49  11:04:46 
1532.  361. (M40)  Mannott, J├Ârg         1:19:06  4:01  5:43:43  2:53  4:30:52  11:40:33 
1768.  356. (M45)  Brettschneider, Dirk  1:13:37  4:25  5:52:17  3:37  4:45:59  11:59:53 



Gallerie

 
 
letzte Änderung: 23.07.2013
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