OSC BREMERHAVEN - TRIATHLON

Olympischer Sport-Club Bremerhaven v. 1972 e.V.

Challenge Kopenhagen - "kom sĂ " oder Pain is weakness leaving the body!

In diesem Jahr hatten sich einige Langdistanz'ler des OSC ein ganz besonders Rennen ausgesucht. Die Challenge in Kopenhagen.
Wie sich herausstellen sollte eine sehr gute Wahl, dann es wurde eines der Emotionalsten und hÀrtesten Rennen die wir je bestritten. Doch dazu spÀter mehr.

Wir, das sind Doc Iris, Claudia, Schwester Iris, Nils, Marco, Marcus und ich hatten uns gewissenhaft auf diesen Tag vorbereitet. UnterstĂŒtzt von Grit, die einen Teil von uns mit speziellen TrainingsplĂ€nen versorgte.

So prĂ€pariert kamen wir alle am Donnerstag in Kopenhagen an und hatten Gelegenheit am Freitag und Samstag auf den obligatorischen Veranstaltungen wie Akkreditierung, Race Briefing, Pasta Party und Check Inn die Renn AtmosphĂ€re auf zu saugen. Die Schönheit dieser Stadt konnten wir zu diesem Zeitpunkt nur erahnen. Apropos Schönheit, am Samstag hatten wir Gelegenheit die Radstrecke mit dem Auto abzufahren und waren beeindruckt von der Strecke . Tolle Landschaft, teilweise direkt am Meer entlang dann in hĂŒgeliges Hinterland . Doch oh Schreck! Flach? Keine Spur, ein permanentes auf und ab. Wie sich herausstellen sollte fast 1000 Höhenmeter. Aber wie gesagt wunderschön.

Am Sonntag dann der große Wettkampf. Wie es leider so ist bedeutet das um 3:30 aufstehen, frĂŒhstĂŒcken und mit der S-Bahn zum Amager Strand . Belohnt wurden wir mit einem tollen Sonnenaufgang ĂŒber der ruhigen Ostsee.
Die Wettkampfbedingungen an diesem Tag nahezu ideal, sonnig ca. 24 Grad und wenig Wind .
Ca. 1600 weitere Athleten warteten nun gemeinsam mit uns darauf in den Challenge typischen Wellenstarts in das Rennen gehen zu können. Doch bevor ich nun das Rennen erzÀhle möchte ich zu jedem von uns einige Stichworte schreiben.

Claudia : unglaublicher Sieg ĂŒber den Kopf und Material, ich steig aus und schmeiß mein Fahrrad an den Baum, angezogene Bremse, alle fahren an mir vorbei, gefĂŒhlt 240 km, nie wieder!

Iris : wie im Trance, du bist ja auch gleich da, wo war die Meerjungfrau, Aida? Bestzeit!!

Nils : tosender Ententeich??, die Windweste ist immer dabei, verdammte KrÀmpfe!

Frank : Bikers High, eins von den 100 Gelen war wohl schlecht, schwitzend im muffigen Dixi, verdammt wenn jetzt kein Dixi kommt, KrÀmpfe sind nur Einbildung.

Staffel => Iris : sensationelle Schwimmzeit, einfach nur Happy . Markus : ohne Training war die Radstrecke ganz schön selektiv. Pesto zum FrĂŒhstĂŒck Marco : Ziel erreicht unter 4 Std. ;-), erst 7 Std Support dann Marathon

Aber nun chronologisch zum perfekt organisiertem Rennen.
Der Startschuß fiel um 7 h mit dem Start der Profis, gefolgt von der ersten Welle in der sich alle Frauen befanden. So auch Iris und Claudia. Die nun auf die 3,8 km Runde in der Lagune des Ameger Strands gehen konnten. Frank, Nils und Iris sollten in den weiteren Wellen folgen . Das 20 Grad warme und klare Wasser stellte keinen von uns vor unlösbare Probleme so das alle mit recht guten Zeiten aus dem Wasser in die T1 stĂŒrmten.
Nun ging es auf die besagte Radstrecke. ZunĂ€chst mitten durch Kopenhagen dann Richtung Norden. Ich bekam gleich erstmal einen Schreck, da die lĂ€dierte Schulter ziemlich schmerzte. Aber egal, Rythmus finden! Auf der zunĂ€chst flachen Strecke nicht so schwierig. Dann die große Überraschung fĂŒr mich, nach ca. 30 km plötzlich ein OSC Trikot. Claudia! Mein Gott bin ich schnell.
Was ich nicht wußte, sondern nur ahnen konnte, sie hatte Probleme. Vom ersten Kilometer an war sie mit leicht festsitzender Bremse gefahren. Nur ein wenig, so das sie es auf ihre Beine schob. Was ich nicht verstehen kann ist, wie schafft man es dann dieses Ding nach Hause zu fahren. Das hĂ€tte ich niemals fertiggebracht. Hut ab Claudia!!.
BeflĂŒgelt von meiner Geschwindigkeit und den guten Beinen ging es mit hoher Geschwindigkeit weiter. Jetzt jedoch sehr hĂŒgelig und kraftraubend. Bald schon tauchte das nĂ€chste OSC Trikot auf. Iris noch in der ersten RĂŒnde? Was ist den los, denn sie ist ebenfalls eine sehr gute Radfahrerin.
Wenn man von Claudia mal absieht, legten alle einen richtig guten Radsplitt hin . Markus haderte zwar, aber ohne echtes Training 180 km ist eben kein Pappenstiel.
Zum Ende der Radstrecke nahm ich etwas raus um mich auf das Laufen vorzubereiten.
Wow, was ist den hier los? Ganz Kopenhagen ist auf den Beinen. Die sportbegeisterten DĂ€nen, einfach klasse!
Angepeitscht von zig Tausend Zuschauern ging es nun auf die attraktive Laufstrecke . Vorbei an so ziemlich allen SehenswĂŒrdikeiten der Stadt. Sogar die AIDA lag vor Anker. Aber auch die Laufstrecke war nicht ganz so einfach. Zuerst war es ziemlich heiß und außerdem gab es einige kleine fiese Anstiege und Kopfsteinpflasterpassagen. 4 mal die 10 km Runde, wobei die letzte doppelt so lang war wie die erste.
Nach anfĂ€nglichen leichten KrĂ€mpfen und Schulterschmerzen fand ich aber doch einen guten Rythmus. Nach den ersten 10 km konnte ich auf der parallelen Radstrecke sehen wie Nils und Markus zur T2 kamen. Nils traf ich dann auch sofort auf der Laufstrecke wir konnten ein paar Meter gemeinsam laufen, bis er dann gut gelaunt abzog. Donnerwetter! Iris traf ich auch hin und wieder sie lag immer so 10 Min hinter mir . Wie immer mit einem leichte verklĂ€rten Blick, lĂ€chelnd . PhĂ€nomenal Iris, du genießt es mal wieder.
Klar auf Bestzeit liegend bekam ich dann aber doch meine Probleme. Mir wurde ĂŒbel und zusĂ€tzlich bekam ich diverse KrĂ€mpfe. Die KrĂ€mpfe kenne ich da ich durch starkes Schwitzen immer wieder viele Elektrolyte verliere. Aber die Übelkeit war neu, ich vermute ich habe es zu gut machen wollen mit der Verpflegung . Man kann vielleicht auch zu viel essen. SpĂ€ter stellte sich heraus das allen die Gele nicht bekamen.
Dem MagendrĂŒcken nachgebend verbrachte ich jetzt hin und wieder eine Pause auf dem Dixi. Problematisch ist es aber dann wenn sich der Durchfall seinen Weg bahnen möchte wenn gerade mal kein Dixi in der NĂ€he ist . So wird aus einem Supinierer ein starker Pronierer, wenn ihr versteht was ich meine.
Iris zog nun 4 km vor dem Ziel an mir vorbei, nur gut das sie 30 Min vor mir gestartet ist dachte ich. Nils den ich zwischenzeitig ĂŒberholte hatte muß mich auch wieder ĂŒberholt haben. Aber Dixis haben ja keine Fenster.
Irgendwie ging es mir nun wieder besser und ich konnte die letzten 2 km noch mal so richtig genießen. Toll dann der Zieleinlauf vor diesem Publikum . Iris war ja schon da und so konnten wir uns in die Arme fallen. Aber nur ganz kurz, wo ist das Dixi?
Auch Marco und Nils trudelten so nach und nach ein . Alle hatten sie so ihre PrĂŒfungen auf dem Marathon zu bestehen, um so schöner ist das finischen!
Der Emotionalste Moment war der Zieleinlauf von Claudia, vor der nun alle wußten was ihr widerfahren war. Unsere kleinen Probleme wĂ€hrend des Rennens waren vergessen, dann was sie geleistet hatte stellte alles in den Schatten! Wir sind stolz auf dich!
Wenn ich noch gar nicht erwĂ€hnt hab, ist unser Super Support Team bestehend aus Swantje, zeitweise Iris, Markus und Marco. Sie konnte man immer aus tausenden "Kom sĂ " rufenden DĂ€nen heraus hören. Das hilft. Vielen Dank nochmal dafĂŒr!
Ende gut alles gut, ein tolles Rennen, was sich in nĂŒchternen Zahlen so liest;

Frauen
Platz  Pl-AK   Name             Schw     T1    Rad      T2    Lauf     Total
-------------------------------------------------------------------------------
  76.   5. F45  Iris Burkhardt  1:29:10  6:59  5:53:56  4:27  4:18:59  11:53:30
 157.  16. F45  Claudia Barg    1:17:05  6:27  7:36:17  5:47  4:45:24  13:50:58


MĂ€nner
Platz  Pl-AK   Name             Schw     T1    Rad      T2    Lauf     Total
-------------------------------------------------------------------------------
 724.  26. M50  Frank Gaida     1:08:02  4:00  5:35:42  3:28  4:40:01  11:31:10
1012. 146. M45  Nils Schmidt    1:08:53  7:20  6:12:05  6:10  4:54:16  12:28:42


Staffeln
Platz  Pl-AK   Name             Schw     T1    Rad      T2    Lauf     Total
-------------------------------------------------------------------------------
 117.          OSC Bremerhaven  1:31:07  3:30  5:44:10  1:19  3:59:58  11:20:02
               Iris Reinhold / Markus Mertens / Marco Barg

Ach ja, in den folgenden Tagen hatten wir dann Gelegenheit uns Kopenhagen ohne Rennstress an zu sehen . Insbesondere bei der Schiffsrundfahrt konnte man sehen wie schön diese Stadt ist und wie relaxt die DÀnen sind . Ein tolles Wochenende!!!!

 

Frank Gaida

 

Impressionen

 
letzte Änderung: 20.08.2012
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