OSC BREMERHAVEN - TRIATHLON

Olympischer Sport-Club Bremerhaven v. 1972 e.V.

Ironman Frankfurt 2011 -> und es geht doch schlimmer !!

Nachdem sich nun schon bereits 3 OSCÔÇÖler erfolgreich (ganz besonders Grit) in Klagenfurt und Roth auf den Ironman Distanzen herum geschlagen haben, war es nun auch f├╝r Claudia, Iris, Swantje, Nils und Frank soweit. Endlich sollten die unz├Ąhligen Trainingsstunden im Rennen umgesetzt werden. Ganz besonders Claudia als einziger Rookie wollte es nun wissen.

Dementsprechend erwartungsvoll ging es bereits am Donnerstag in die Finanzmetropole, wo wir in der Jugendherberge direkt an der Laufstrecke und gegen├╝ber vom R├Âmer (Ziel) eine ideale "Basisstation" gefunden hatten.
So konnten wir am Freitag und Samstag relaxt die tolle Atmosph├Ąre der Messe und der Wettkampfbesprechung aufsaugen. Man konnte bei allen sp├╝ren wie sich zum Samstag hin die Nerv├Âsit├Ąt so langsam steigerte. Sp├Ątestens beim Einchecken am Samstag war die notwendige Anspannung bei allen da.

Die gr├Â├čte Frage war jetzt nat├╝rlich das Wetter. Die Aussichten wurden immer schlechter. Gut versorgt von unserer eigenen Informations-Abteilung (Nils) waren wir up to date, konnten uns also kleidungstechnisch gut vorbereiten. Wie wichtig dies f├╝r das Rennen werden sollte konnte jetzt noch niemand wissen!

Am Morgen des Renntages hie├č es um 3:30 aufstehen, fr├╝hst├╝cken und ab zum Schuttle, der uns zum Langener Waldsee bringen sollte.
Dort angekommen sah das Wetter eigentlich ganz gut aus. Trocken, selbst die Sonne lugte sch├╝chtern hervor. Prima! Allerdings war es saukalt geworden. Also Trikot, Windweste und Armlinge waren Pflicht und die optionale Regenjacke "frisst ja auch kein Brot".

P├╝nktlich um 6:45 erfolgte der erste Startschuss. Zun├Ąchst f├╝r die Profis und ca. 500 besonders guten Agegroupern. Um 7:00 erfolgte dann der Start f├╝r die ca. 2000 restlichen Athleten. Was passiert wenn ca. 4000 Arme gleichzeitig versuchen durch hektisches gepaddel Raum zu gewinnen brauche ich wohl nicht zu erkl├Ąren. Bis zur ersten Boje nach ca. 700 m also Caos. Danach ging es einigerma├čen. Jede Richtungs├Ąnderung jedoch bedeutete erneut ein "Hauen und Stechen". Unsere 5 Athleten kamen ganz gut damit zurecht, so das Frank als erster nach 1:11 h aus dem Wasser kam, gefolgt von Nils in 1:16, Claudia in 1:23, Swantje in 1:29 und schlie├člich Iris in 1:30.

Das der Langener Waldsee an diesem Tag der wohl angenehmste Ort in diesem Rennen sein sollte wurde uns dann ziemlich schnell klar. Es war mit 11┬░C !! nicht nur asig kalt, es hatte auch begonnen zu regnen. Also alles anziehen was geht! Eine richtige Entscheidung die alle F├╝nf trafen, denn im weiteren Verlauf der Radstrecke kam auch noch heftiger Wind (in B├Âen bis 6)  dazu. Als wir die erste Runde beendet hatten war jedem klar, das wird extrem hart heute! Massenweise konnten man unterk├╝hlte, in Folie geh├╝llte Athleten sehen die aufgeben mussten. Auch einige Profis hatte es schon erwischt. Jedem wurde nun klar mit Bestzeiten oder guten Radsplitts war heute nicht zu rechnen. Durch kommen war alles. In der Fernseh├╝bertragung war sp├Ąter zu sehen wie die Profis das Problem Wind l├Âsten. Lustiges "lutschen" am Vorderman war hier angesagt!

Die tapferen F├╝nf haben weder aufgegeben noch "gelutscht". Die Radzeiten jedoch waren ca. 15 - 30 Min. schw├Ącher als erhofft. So kamen sie dann in der Reihenfolge Frank, Iris, Nils, Swantje und Claudia in der zweiten Wechselzone an. Iris hatte sich mit ihrer Radpower deutlich nach vorne gearbeitet, Claudia hingegen hatte starke Knieschmerzen bekommen und konnte kaum Druck aufs Pedal geben.

Aber egal, alle lagen gut im Rennen und hatten das Schlimmste nun hinter sich. Im Gegenteil, das schlechte Wetter kann beim Laufen wohl eher als Vorteil gewertet werden, au├čerdem kam ja nun auch die eigens angereisten Fans und Supporter ins Spiel. Frenetisch peitschten sie uns ├╝ber den nassen Laufkurs ;-)

4 mal m├╝sste die 10,5 km Laufrunde links und rechts des Mains gelaufen werden. Motiviert durch die Atmosph├Ąre kommt einen die Laufstrecke gar nicht so lang vor. Da keiner von uns ausgek├╝hlt war und alle eine gute Ern├Ąhrungsstrategie gew├Ąhlt hatten, waren alle in der Lage gute Marathons zu laufen. Das gilt ganz besonders f├╝r Claudia. Mit dem sichern Gef├╝hl ihren ersten Ironman zu finishen h├Ąmmerte sie eine 4:09 in den Asphalt.

Um 18:45 war es dann so weit. In 11:47 war Frank der erste der ziemlich locker die Finishlinie ├╝berquerte. Iris finishte ca. 30 Min. sp├Ąter, wie immer mit einem L├Ącheln in 12:17 , gefolgt von Nils weitere 30 Min sp├Ąter in 12:47.  Dann dauerte es bis Claudia in 12:56 ├╝bergl├╝cklich ihren ersten Ironman finishte. Kurze zeit sp├Ąter kam dann auch schon Swantje in 13:15 ins Ziel. Sie war wohl eine der wenigen Athleten die an diesem denkw├╝rdigen Tag eine Bestzeit verbuchen konnte.

Am Ende des Tages lagen sich alle F├╝nf zufrieden in den Armen. Jeder war auf seine Art gl├╝cklich :
- Claudia, weil sie nun eine IronWoman ist ,
- Swantje, weil sie trotz der Bedingungen 30 min schneller war
- Iris, weil sie auf dem Rad wieder vielen M├Ąnnern zeigen konnte wo der "Hammer" h├Ąngt
- Nils, weil er sein Team perfekt gecoacht hat
- Frank, weil er die Schmach von K├Âln auswetzen konnte

So bleibt uns nur noch der herzlich Dank an unsere Supporter
Iris, Marko, Markus, Jana und Jannik !!!!!!

 

Platz  Platz-AK Name             Schwim   T1     Rad      T2     Lauf     Gesamt
----------------------------------------------------------------------------------
1283.  82.M50  Frank Gaida       1:11:32  06:58  6:07:06  03:12  4:19:04  11:47:54
1511.  10.W45  Iris Burghardt    1:30:38  07:42  6:12:07  02:56  4:23:54  12:17:20
1744. 400.M45  Nils Schmidt      1:16:03  09:26  6:44:19  04:54  4:33:09  12:47:53
1799.  17.W45  Claudia Barg      1:23:46  08:40  7:09:11  05:35  4:09:15  12:56:28
1898.  28.W35  Swantje Steudte   1:29:36  11:32  6:52:29  05:06  4:37:08  13:15:52

Frank Gaida

Impressionen

 
 
 
letzte Änderung: 04.08.2011
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