OSC BREMERHAVEN - TRIATHLON

Olympischer Sport-Club Bremerhaven v. 1972 e.V.

Challenge Roth

In Roth hatte ich ja seit dem letztem Jahr eine Rechnung offen, das Ergebnis des 2010er-Rennens war eine Entt├Ąuschung f├╝r mich, so da├č ich dieses Jahr meine ganz pers├Ânliche Revenge nehmen wollte.
Um das voraus zu schicken: die Revenge ist mir gelungen, das 2011er-Rennen werte ich als Erfolg f├╝r mich.

Zum Rennen:
Schwimmen: Ich hatte mir vorgenommen ganz locker zu schwimmen, denn in meiner schw├Ąchsten Disziplin gibt es am wenigsten zu gewinnen bzw. zu verlieren f├╝r mich.
Ich schwamm wirklich sehr locker und erreichte in 1:21:13 die erste Wechselzone. Das Schwimmen an sich verlief fast st├Ârungsfrei, bedingt durch die Wellenstart gab es relativ wenig "Feind"-Ber├╝hrungen.

T1:
ganz ruhiger Wechsel in 4:16, keine besonderen Vorkommnisse

Rad:
Auch hier galt es f├╝r mich das Rennen m├Âglichst defensiv zu gestalten, um die Grundlagen f├╝r einen starken Marathon zu legen. Mir wurde schon in der ersten Radrunde klar, dass es etwas grunds├Ątzlich anderes ist, im Flachen bei viel Wind (wie in unseren Gefilden) zu fahren, als im Bergigen, wenn auch ohne Wind , zu fahren. Dies ist eine Erkenntnis, die ich mir letztes Jahr noch nicht so Recht eingestehen wollte. ├ťberall wir Roth als "schnelle" Radstrecke verkauft. Dies mag f├╝r Leute gelten, die das Fahren in h├╝geligen Gel├Ąnden gewohnt sind. F├╝r mich trifft das definitiv nicht zu.
Dennoch: das Radfahren lief fast wie geplant. Lediglich die 3 (!!) Pinkelpausen liessen mich ganz knapp ├╝ber 6 Stunden fahren (6:00:31). Das Wasserlassen ist, wie schon im letzten Jahr, ein echtes Problem beim Radfahren f├╝r mich. Evtl. muss ich meine Fl├╝ssigkeitszufuhr noch etwas einschr├Ąnken, denn das kostet leider richtig Zeit.
Ohne die "Zwangspausen" w├Ąre knapp eine 31er-Schnitt herausgekommen.
Das n├Ąchste Jahr m├Âchte ich ja keine Langdistanz machen, so da├č ich meine Radtrainings dann auch k├╝rzer, daf├╝r aber vom Tempo viel knackiger gestalten will.
Die Ausdauer ist gut auf dem Rad, an dem n├Âtigen "Punch" fehlt es noch.

T2:
recht flott mit 2:41

Laufen:
Ich lief wie geplant locker an, das im Training so oft geprobte Tempo von 5:20-5:30min/km war auch gut machbar. Es war mit 30┬░C und schw├╝ler Luft allerdings schon ein echter Hitzelauf, eine Pinkelpause war beim Laufen auch noch mal n├Âtig.
Bis ca. Halbmarathon konnte ich meine geplante Pace einhalten. Leider war es dann der Magen, der mir einen Strich durch die Rechnung machte. Mir wurde ├╝bel und ich konnte fast keine Nahrung mehr zu mir nehmen, weder Cola noch Wasser gingen so recht, ganz zu schweigen von festerem. Mit dem aufkommenden Energiedefizit gingen auch die Kilometerzeiten in den Keller, teils war nicht mal mehr eine 6er-Pace m├Âglich.
Ganz zum Ende meines Marathons zog ein schweres Gewitter auf. Der Sturm blies mir fast ein Pavillon auf den Kopf. Etwas (leichter) Regen etwas eher im Rennen w├Ąre passender gewesen.
Die Marathonzeit dann am Ende 4:06:36. Leider nicht sub 4h, wie so erhofft, aber aufgrund der Umst├Ąnde doch ein guter Lauf!

Meine Endzeit: 11:35:14
pers├Ânliche Langdistanz Bestleistung und auch alle Einzelsplits jeweils Langdistanz-Bestzeiten.

Fazit:
Ich habe w├Ąhrend dieses Rennen viel ├╝ber mich gelernt, im Flachen locker einen 30-Schnitt zu fahren kann im h├╝geligen Gel├Ąnde schon sehr viel anstrengender sein. Ein so langer Tag wie bei einer Langdistanz ist nicht bis in jedes Detail zu planen.
Auch wenn ich mal die 11:30 als Ziel ausgab ist meine Zeit f├╝r mich ein toller Erfolg und macht mich stolz. Die 11:35 bedeuten ├╝ber eine halbe Stunde Verbesserung zum Vorjahr, ein Zeichen f├╝r mich, da├č ich mein Training grunds├Ątzlich richtig gestaltet habe. Und ein guter Langdistanzler wird man nicht in 2 oder 3 Jahren, sondern unter Umst├Ąnden erst nach erheblich mehr.
Auch wenn es n├Ąchstes Jahr keine Irondistanz f├╝r mich geben wird: ich werde dran bleiben und bin sicher, dass ich mich in kleinen und vielleicht auch mal gr├Âsseren Schritten verbessern kann.
Ein kleines bisschen Wehmut kommt schon auf, wenn ich daran denke, da├č ich n├Ąchstes Jahr nichts "Langes" machen m├Âchte. Ich bin mir aber sicher, dass etwas weniger Trainingsstre├č ab und zu ganz gut tun kann.

Noch eine Anmerkung: Der Funke der "Magie" von Roth wollte dieses Jahr nicht so recht auf mich ├╝berspringen. Ich war schon am Freitag leicht angestresst durch die lange Anreise. Dann 90 Minuten anstehen f├╝r die Startunterlagen. Letztes Jahr empfand ich die Stimmung auf dem Festgel├Ąnde als ganz besonders, dieses Jahr war da f├╝r mich nichts zu sp├╝ren. Insgesamt ist die Orga sicher ok, aber es nervt auch einfach, wenn man st├Ąndig auf der Suche nach einem Parkplatz ist. Im Rennen selber wollte das gewisse Etwas auch nicht aufkommen. Sicher eine tolle Stimmung an der Schwimmstrecke und auf der Radstrecke mit den Stimmungsnestern Solarer Berg und Kalvarienberg.
Aber das ganz Besondere fehlte mir dieses Jahr.


J├Ârg Mannott

letzte Änderung: 27.07.2011
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