OSC BREMERHAVEN - TRIATHLON

Olympischer Sport-Club Bremerhaven v. 1972 e.V.

29000 Starter beim Wienmarathon

Rund 29000 Teilnehmer in 4 Disziplinen wurden f√ľr den 26. Wienmarathon am 19. April 2009 erwartet. Grund genug f√ľr 10 OSC Athleten wieder einmal die Koffer zu packen. Nach Marathons in Metropolen wie New York, London, Paris, Rom, Venedig, Barcelona und noch einigen anderen stand dieses Mal Wien auf dem Programm.
Gut gelaunt und voller Elan startete die Gruppe bereits am Freitag, um zus√§tzlich zum Wettkampf auch noch die Stadt und ihre Sehensw√ľrdigkeiten zu erkunden.
Um die Beinmuskulatur wenigstens ein bi√üchen zu schonen, heuerten wir f√ľr Samstag einen pers√∂nlichen F√ľhrer an, der oder besser gesagt die uns mit Fahrr√§der drei Stunden durch Wien lotste, uns die sch√∂nsten Ecken zeigte und uns viel √ľber die Stadt erz√§hlte. Eine Stadtrundfahrt per Rad ist mal was anderes, es war eine tolle, √§u√üerst informative Tour und wir hatten irre viel Spa√ü.
Dann war der große Tag oder in Insiderkreisen auch Tag X gekommen, die Nacht schon um 5.30 zu Ende. Mit der U-Bahn zum Start, je näher man kam, desto mehr Gleichgesinnte gesellten sich zu uns. Vor den Kleider- LKW`s herrschte emsiges Treiben, letzte Vorbereitungen wurden getroffen: sitzt die Hose, hält der Chip, etwas Vaseline an empfindliche Stellen und...na logisch mindestens noch 3x auf`s Dixiklo.
Jetzt musste sich die Gruppe trennen, um sich in die jeweiligen Startblöcke zu begeben.
Iris Burghardt, Markus Mertens, Manfred Burmeister, Ute Kramer- Gr√∂hl und Claudia Barg hatten sich f√ľr die volle Distanz gemeldet. Birgit Happach, die ihren ersten Halbmarathon √ľberhaupt absolvierte, wurde von Marco Barg gecoacht, und Iris Reinhold wollte die halbe Distanz zusammen mit ihrem Lebensgef√§hrten Nils Schmidt angehen.
Klassisch mit einem Wienerwalzer wurden die L√§ufer auf die Strecke geschickt, was sicherlich dem einen oder anderen ein bisschen Pipi in die Augen trieb. Kilometer f√ľr Kilometer ging es vorbei an den sch√∂nsten Geb√§uden Wiens, je fortgeschrittener der Lauf, desto h√∂her die Sonne- sie meinte es wirklich gut mit uns, etwas zu gut vielleicht, sie knallte gnadenlos auf die K√∂pfe aller L√§ufer. Die Wasserstellen hei√ü ersehnt, M√ľtzen und Schw√§mme wurden immer h√§ufiger in die daf√ľr vorgesehenen Wannen getaucht.
Gegen Mittag hie√ü es dann bei√üen, die Beine schwer, die Motivation am Ende, der Schweinehund wuchs und wuchs. Und wieder einmal wurde dieser besiegt. L√§ufer um L√§ufer erreichten das Ziel, liefen strahlend und winkend √ľber die Linie in die Hofburg ein.
Dabei auch unsere L√§ufer : Manfred Burmeister in 3:37:15, Iris Burghardt pulverisierte ihre alte Zeit und lief in pers√∂nlicher Bestzeit von 3:50:55 ins Ziel ‚Äď Bravo Iris, Hut ab, endlich ist die 4 Stunden- Marke gefallen!! Markus Mertens schaffte trotz gro√üer Knieprobleme und heftigsten Schmerzen ab Kilometer 30 immer noch eine gute 3:52:41, Claudia Barg √ľberquerte nach 3:53:31 die Ziellinie, und Ute Kramer- Gr√∂hl schaffte sie 42,195 Kilometer in 4:47:19.
Besonders stolz aber auch Birgit Happach, die begleitet von Marco Barg das erste Mal erfahren hat, was es bedeutet, 21,1 Kilometer abzuspulen. Nach den ersten wirklich schnellen 10 km, meldete sich auch bei ihr kurzfristig der Schweinehund, begleitet mit Mordgedanken an Marco, der immer fr√∂hlich auf Birgit einschwatzte, um sie abzulenken. Trotz allem lebend, lachend und √ľbergl√ľcklich erreichten beide nach 2:12:21 das Ziel.
Leider verlief es dieses Mal f√ľr Iris Reinhold und Nils Schmidt nicht so positiv. Sie wurden vom "Besenwagen" √ľberholt, was gleichzeitig bedeutet, dass die Stra√üen f√ľr den √∂ffentlichen Verkehr wieder ge√∂ffnet werden und somit das Weiterlaufen einfach zu gef√§hrlich war.
Trotzdem sind sich beide einig, Kopf hoch und weitermachen, wir lassen uns nicht unterkriegen! Gut so ihr Zwei!!
Ein ganz großes Lob und Dankeschön geht an unseren persönlichen Betreuer und Fotograf Matthias Gröhl, der am Marathontag mindestens genauso viel geleistet hat wie jeder einzelne Läufer, vermutlich noch einiges mehr. Wer schon jemals einen Marathoni auf der Strecke begleitet hat, weiß, wovon ich rede. Vor lauter Wald, sieht man die Bäume nicht und Läufer wirken wie wildes Schneegestöber. Trotzdem hat Matthias es geschafft, jeden Einzelnen von uns zu entdecken, anzufeuern und zu fotografieren. Klasse Matzi, das war spitze!!
Der Rest des Tages wurde nat√ľrlich gefeiert, Erlebnisse und Emotionen ausgetauscht und sicher hat jeder auch ein kleines bi√üchen seine Wunden geleckt!
Aber auch an den beiden verbleibenden Tagen in Wien, war nicht etwa Ausruhen angesagt, die Zeit war zu kurz und die Stadt zu schön, um einfach die Beine hochzulegen. Außerdem wurden wir auch mit absolutem Kaiserwetter verwöhnt und zum Sight- Seeing animiert.
So sind wir alle doch gleich am Montag unerm√ľdlich die gesamten 343 Stufen zum Stephansdom hoch und viel schlimmer auch wieder runtergehumpelt. Man g√∂nnt sich ja sonst nix!
Am Dienstag Abend ging es dann zur√ľck in die Heimat, alles geht leider immer einmal zu Ende, aber zusammenfassend kann man sicherlich wieder bemerken: es war eine rundum gelungene, lustige, erfolgreiche und unbedingt zu wiederholende Marathontour.
Auf ein Neues im nächsten Jahr, wohin es dann allerdings geht, wird noch nicht verraten!!


Claudia Barg

letzte Änderung: 28.05.2009
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Samstag, 16.02.2018 um 18.00 Uhr in der OSC Geschäftsstelle

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