OSC BREMERHAVEN - TRIATHLON

Olympischer Sport-Club Bremerhaven v. 1972 e.V.

Triathleten weit vorne gelandet

Von links: Stephanie Weber und (hockend) Holger Brede, Karl-Heinz Thomas, Sven Oltjenbruns und Udo Ottke

Je weiter wir in Richtung Stade fuhren, umso winterlicher wurde die Landschaft. Zugegeben, wir waren doch sehr √ľberrascht, dass im 60 km entfernten Oldendorf Schnee und Matsch zu erleben waren. Wir hatten im Vorfeld vergessen, dass wir uns mitten im Winter befanden, denn Zuhause war alles ganz anders.

 

Bei dem alljährlich im Januar stattfindenden Oldendorfer Winterlauf war die Stimmung unter uns teilnehmenden Triathleten wieder einmal von der ersten Sorte. Es gab viel zu lachen. Trotz der bevorstehenden Anstrengung auf dem 5-km-Rundkurs waren wieder einmal Holger Brede und Karl-Heinz Thomas besonders kindisch ausgelassen. Nicht nur die Beine sondern auch das Zwerchfell wurden schwer beansprucht.

Gelächter und "In the summertime"
Bevor es aber ernsthaft ans Laufen ging musste die erste schwere H√ľrde √ľberwunden werden. In Gemeinschaftsarbeit sollte der von Holger und Steffi mitgebrachte und als Verpflegungsstand dienende Tapeziertisch aufgebaut werden. "Viel K√∂che verderben den Brei", rief Udo von weitem. Er ahnte was da kam, denn alle waren dabei sich schlimme Fingerverletzungen zuzuziehen. Als Wetterschutz und Tischdecken dienten 2 alte Wachstuchdecken aus Kalles Asservatenkammer. Die Decken waren leicht weihnachtlich gestaltet, was allgemeines, personenbezogenes Gel√§chter nach sich zog. Aus Holgers Bordanlage dr√∂hnte Shaggi mit einem Remix auf "In the summertime" so laut, dass sich die √ľbrigen warmlaufenden Teilnehmer von uns abwandten. Nat√ľrlich waren sie auf soviel gute Laune nicht vorbereitet. Sie taten uns irgendwie in ihrer abgrundtiefen Verbissenheit leid.

Orientalischer Bazar
Verpflegung wie Euro-Bananen, M√ľsliriegel, Power-Gel, aber auch Getr√§nke wie Wasser, Cola und Elektrolytgetr√§nke in s√§mtlichen Farben und Formen wurden auf dem drei Meter langen Stand drapiert, um auch w√§hrend der Rundendreherei gut versorgt zu sein und um nichts dem Zufall zu √ľberlassen. Mit Verlaub gesagt, der Stand √§hnelte schon eher einem Verkaufsstand auf einem orientalischen Bazar, denn das Angebot war √ľberaus reichhaltig, √ľppig und bunt. Schnell wurden noch einige vorbereitete Schilder mit der Aufschrift "OSC Bremerhaven Triathlon" aufgeklebt, damit alle anderen Teilnehmer wissen durften, mit wem sie es hier zu tun haben. Im Gro√üen und Ganzen konnte man sagen ‚Äď ohne einen einzigen Kilometer bisher gelaufen zu sein ‚Äď wir werden zwar nicht die Schnellsten, daf√ľr aber die Lustigsten sein und wir hatten ‚Äď wie eigentlich immer - die bestm√∂glichste Logistik zu bieten. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir nat√ľrlich noch nicht, dass wir auch erste Pl√§tze in unseren Altersklassen abr√§umen werden.

Die Stunde Null
Wir waren mit unseren Vorbereitungen so besch√§ftigt, dass wir fast den Startschuss verpasst h√§tten. In letzter Sekunde musste Holger noch seinen vierr√§drigen Boliden abschlie√üen und schon fiel der Startschuss f√ľr alle. Wer von uns nun wie viel an diesem Tag laufen wird, war nicht abzusehen. Man kann sich w√§hrend des Rennens hier in Oldendorf √ľberlegen, ob man nur eine Runde von 5 km L√§nge oder die volle Distanz von 50 km bew√§ltigen m√∂chte.

 

Das Laufen an sich gestaltete sich √§u√üerst schwierig, denn durch den Schneefall in der Nacht zuvor war der Rundkurs mit einer ca. f√ľnf Zentimeter hohen, kalten wei√üen Decke belegt, das Gel√§uf verwandelte sich schnell in eine Seifenbahn. Die ersten Runden gestalteten sich schwierig, denn aus dem Schnee wurde durch die L√§ufer kontinuierlich Matsch. Auch die besten Laufschuhe verhindern dabei einen gewissen Abdruck, den man ben√∂tigt, um wenigstens einigerma√üen zu seinem gewohnten Laufrhythmus zu finden. Die Folge kann man sich an beiden Beinen abz√§hlen, denn Gelenk- und Muskelschmerzen werden das Ergebnis sein. Aber Triathleten sind ja bekanntlich nicht aus Watte, Zucker oder Schnee, sondern aus Eisen (oder Legierung).

Unterschiedliches Streckenlängen gelaufen
Wir f√ľnf sind alle gestandene Triathleten(innen) und uns haut so schnell nichts um. Doch auch wie so oft war an diesem Tag die Tagesform entscheidend f√ľr die Leistung des Einzelnen und die Strecke tat ihr √ľbriges und verhinderte unterschwellig und unbarmherzig schnellere Laufzeiten. Der fr√ľhe Termin zeigte uns, dass wir aber f√ľr die kommende Saison auf dem richtigen Weg sind und wir alle zuversichtlich in die Zukunft blicken k√∂nnen.

 

Udo machte von Anfang an Druck und lief aus unserer Gruppe am schnellsten los. Er lief an diesem Tag 20 km in der Zeit von 1:46:08 Stunden. Er landete in seiner Altersklasse M 40 auf dem 3 Platz. Steffi lief 5 Runden (25 km) mit einer Erk√§ltung im Gep√§ck. Nach 2:18:13 Stunden blieben die Uhren f√ľr sie stehen. Hier zeigte sie wieder einmal der Konkurrenz, wie schnell Triathletinnen laufen k√∂nnen. Ihr Lohn f√ľr die M√ľhe war der 1. Platz in der Altersklasse W 30. F√ľnf Kilometer weiter und als strahlendes Geburtstagskind lief Sven. Ende letzten Jahres war er noch mit einer hervorragenden Marathonzeit unterwegs, was er am heutigen Tag mit dem 2.Platz der Klasse M 30 in 2:41:47 Stunden f√ľr die 30 km noch einmal deutlich unterstrich. Herzlichen Gl√ľckwunsch!

 

Noch einmal 5 km mehr als Sven lief Holger. In schnellen 3:03:56 Stunden lief er von uns f√ľnf den schnellsten Kilometerschnitt. Im Ziel freute er sich √ľber den 1. Platz in der Altersklasse M 35. Alle anderen OSC Triathleten hatten schon geduscht, w√§hrend Kalle noch unerm√ľdlich auf dem Rundkurs unterwegs war. Er hatte gen√ľgend Ausdauer um 8 Runden durchzustehen. 40 km in einer Zeit von 3:50:58 Stunden und einem 1. Platz in der Altersklasse M 50 brachten ihm mehr als Zufriedenheit und am n√§chsten Tag einen wundersch√∂nen und schmerzenden Muskelkater der gepflegt werden wollte.


Im Wigwam ist es warm
Nachdem wir nun alle erfolgreich durchs Ziel gelaufen waren, nahm die Verk√∂stigung einen weiteren H√∂hepunkt. Steffi hatte wundersch√∂nen Bananenkuchen gekocht und Sven schmiss zwei (!) Geburtstagskuchen auf den Markt. Die Siegerparty wurde in Udos Kleinlastwagen, den wir als Indianer-Wigwam umgebaut hatten, geb√ľhrend gefeiert. Heizung und Musik an und los ging es. Es wurde viel gelacht, getanzt, getrunken und ‚Äď wie eigentlich immer - L√ľgengeschichten erz√§hlt, dass sich die Balken bogen.

 

Karl-Heinz Thomas

letzte Änderung: 15.01.2007
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