OSC BREMERHAVEN - TRIATHLON

Olympischer Sport-Club Bremerhaven v. 1972 e.V.

6. Nesse(wo)man wieder ein Erfolg

3,8 km Schwimmen, 120 km Rad fahren und 25 km Laufen sind keine alltäglichen Trainingsdistanzen. Die Idee dazu kam Karl-Heinz Thomas vor einigen Jahren, als es darum ging eine Generalprobe für einen anstehenden Ironman - Wettbewerb zu absolvieren. Es sollte ein anspruchsvoller Trainingstriathlon werden. Mittlerweile hat sich dieser Trainingstag etabliert und wird alljährlich Ende Mai durchgeführt. Bei diesem gemeinsamen Training sollten die Distanzen ohne Wettkampfambitionen nacheinander absolviert werden. Unter der Federführung und sorgfältiger Planung von Karl-Heinz Thomas entstand bereits der 6. "Nesse(wo)man".

 

Am gleichen Tag, als wir uns vergnügten und uns einen schönen Tag machten, verstarb einer meiner ehemaligen Förderer, Wegbereiter und Freund in Sachen Ausdauersport. Werner Lohse war neben Ralf Wilhelms die Langstreckenläufer, von denen ich im Laufe der ersten Jahre meine Erfahrungen eingeholt habe. Auch sei an dieser Stelle einmal Klaus Zisenis genannt, als ehemaliger Abteilungsleiter der Leichtathleten, Mitbegründer der Triathlon-Sparte und späteren Vereinspräsidenten des OSC Bremerhaven. Er war mir immer auf meiner Seite und warf ein Auge auf mich und meine sportlichen Aktivitäten. Und dies nicht nur als Sportler, sondern auch als Mensch. 1989 wechselte ich vom Laufstreckenlauf zum Triathlon. Aber ohne die drei hätte der besagte „Nesse(wo)man“ wahrscheinlich nie stattfinden können.

 

Kein Sport ohne Helfer und Förderer<?xml:namespace prefix = o />

 

Das Jahr des Ehrenamtes ist schon längst Vergangenheit und mit Sicherheit haben die meisten von uns noch nie etwas davon gehört. Während andere ungehindert und beschützt ihren Sport ausüben können, sind immer wieder andere Sportler (meistens dieselben) oft im Verborgenen und nicht gerade extrovertiert damit beschäftigt, Hilfestellung zu leisten und für einen reibungslosen Ablauf von Veranstaltungen zu sorgen.

 

Mit dabei als Helfer waren diesmal: Iris Reinhold, die engagiert den Überblick auch in unübersichtlichen Situationen behielt. Vom Zählen der zurückgelegten Schwimmbahnen, Begleitung und Betreuung auf der Radstrecke bis hin zur Verpflegung auf der Laufstrecke war sie immer aktiv und engagiert dabei. Mit dem Mountainbike legte sie etliche Kilometer zurück und hatte auch ihren Trainingseffekt dabei. Udo Ottke begleitete die Triathleten auf der 120 km langen Radstrecke mit dem Auto um so bei möglichen Pannen zu unterstützen. Ludolf Nagel betätigte sich wie schon die Jahre zuvor als Helfer beim Schwimmen. Auch sei einmal mehr Jutta Adebahr-Thomas genannt, die Ihre bescheidenen Räumlichkeiten, Grund und Boden und ihre Geduld, ihre unendliche Gutmütigkeit und ihre knappe Freizeit wie so oft zur Verfügung stellte. Sie sorgte für das leibliche Wohl aller an diesem Tag. Wer an Hunger litt hatte selbst Schuld.

 

Marlene Thomas sprang als Zählerin für die abgeleisteten Schwimmbahnen ein und bereitete im Vorfeld mit ihrer Schwester Madita das gemeinsame Frühstück vor. Unsere beiden „Pflegekinder“ Marietta und Janice standen tagsüber hilfreich und immer auf dem Sprung zur Seite.

 

Ohne die folgenden Förderer ist diese Veranstaltung in diesem Umfang nicht möglich. Es sei die OSC-Geschäftsstelle mit Uschi Fink an der Spitze genannt, die wie so oft uns die Zelte beim Amt für Jugend und Familie (bei Frau Marold) organisierte und die das Amt vertreten durch das Zeltlager prompt zur Verfügung stellte. Nicht zuletzt ist auch der Bädergesellschaft Bremerhaven für die unkomplizierte Überlassung zweier Schwimmbahnen zu danken und auch unseren Nachbarn für die alljährliche Bereitstellung ihrer 3 riesigen Tische, ohne die wir unbequem auf dem Boden hätten essen müssen.

 

Hoher Anteil an aktiven Frauen

 

Jede politische Partei würde sich erschrecken eine solch hohe Quote (fast 40 %) an aktiven Frauen zu haben. Bei uns im Triathlon sind Frauen immer zugelassen und auch sogar willkommen. Und zusammen mit den Helferinnen stellten sie die Mehrheit an diesem Trainingstriathlon dar. Als teilnehmende Triathletinnen und Triathleten hatten sich Stephanie Weber, Andrea Bube, Silke Robran, Birgit Happach, Britta Eckelt und Inka Herrmann angemeldet. Auch mit von der Partie waren: Holger Brede, Tim Wiemers, Nils Schmidt, Mirco Strüber, Stefan Plotzki, Sven Oltjenbruns, Frank Gaida und Karl-Heinz Thomas sowie die auswärtigen Gäste Hermann Knülle und Rainer Schröder, die sich auch auf eine Langdistanz Anfang Juli an diesem schönen Tag vorbereiten wollten.

 

Und schon ging es los

 

Um 8 Uhr, wenn Langweiler sich noch im Bett herumwälzen, wurden bereits Leinen im Stadionbad gespannt und kurz danach fiel der Startschuss für das gemeinsame ausgedehnte Training. Geschwommen wurden immerhin 76 Bahnen von jeweils 50 Meter. Oder weniger.

 

Anschließend ging es zum Frühstück und zum Start des Radfahrens nach Nesse, dem kleinen, friedliebenden und beschaulichen Ort in der Gemeinde Loxstedt. Einmal im Jahr scheint hier in der „Weltstadt des Breitensports“ die Hölle los zu sein, denn einige Straßen werden regelrecht von Triathleten zugeparkt.

 

Nachdem die Bäuche mit Müsli, Obst, Kuchen, Brötchen, Kaffee, Tee, Kaltgetränken und leckeren Milchprodukten stramm gespannt waren und eine kleine Verdauungspause eingelegt wurde, trennte sich die Gruppe. Für einige ging es mit dem Tri-Bike hinaus in den südlichen Landkreis in Richtung Schwanewede, um die 120 Km lange Radrunde in Angriff zu nehmen. Es wurden dabei viele kleine Ortschaften durchfahren. Die anderen zogen es vor, etwas weniger an Kilometerleistung zu erbringen. Begleitet von leichtem Wind und wunderschönem Sonnenschein und sehr angenehmen Temperaturen gab es keine Ausfälle oder technische Defekte zu vermelden.

 

Nach Beendigung des Radfahrens und Einfahrt in die Wechselzone in Nesse ging es ohne Pause ans Laufen auf die 25 km lange Strecke. Sie führte auf Radwegen über den Lunedeich, Bohmsiel, Flugplatz Luneort und den Weserdeich bis hin zur Geestemole und wieder zurück. Nach wenigen Kilometern trennte sich dann die Gruppe, da es unterschiedliche Laufleistungen und – Vermögen gab. Die liebe Sonne meinte es erbarmungslos gut mit uns und legte noch einmal ein Brikett auf und die Temperaturen stiegen, was natürlich für Läufer nicht so angenehm ist, aber doch einen Vorgeschmack auf die bevorstehende Ironman-Saison bedeutete. Die Helfer organisierten kurzerhand eine logistische Meisterleistung, so eine Art „Trinken auf Rädern“ in dem sie per modernster Technik (Handy) von der Basisstation in Nesse Wasser in rauen Mengen anforderten. Die schwitzenden Läufer konnten sich so alle 2 Kilometer laben und kühlen.

 

Aloha – ein klitzekleiner Hauch von Hawaii

 

Die ins Ziel laufenden Athleten bekamen als Auszeichnung und als Anerkennung für die geleisteten Trainingseinheiten kunterbunte Hawaiikränze von den Kindern umgehängt.

 

Nach ausgiebigem Duschen wartete auf die Helfer und Teilnehmer noch das gemütliche Beisammensein mit Erfahrungsaustausch. Es gab leckeres Essen, es wurde gegrillt und jede Menge Köstlichkeiten in Form von Obst, Kuchen und anderen Süßigkeiten gereicht. Mit allerlei alkoholfreien Getränken versorgt endete der lange Trainingstag zur vollsten Zufriedenheit der Helfer und der teilnehmenden Athleten.

 

Der 6. „Nesse(wo)man“ ist nun vorüber. Ich hoffe, wir waren wieder einmal gute Gastgeber und wenn dieser Tag für viele in guter Erinnerung bleibt, haben wir alle gewonnen. Die Wettkampfsaison kann nun beginnen und ich möchte mich bei allen, die es an diesem Tag gut mit uns meinten, die uns geholfen und unterstützt haben, die als Teilnehmer dabei waren und ihr Bestes gegeben haben bedanken mit den Worten der nationalen Direktorin der Special Olympics Nives Ebert: „ Jeder Sportler – ob er sich mit seiner Leistung an der Spitze, unten oder in der Mitte befindet – versucht, seine persönliche Bestleistung zu erreichen.“ In diesem Sinne.

 

Karl-Heinz Thomas

letzte Änderung: 15.01.2007
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